IDaHoBiT* München am 17.Mai 2021

Am 17. Mai der Abschaffung und Folgen von §175 und sexueller Diskriminierung zu erinnern – und die Befreiung feiern!

Montag, 17. Mai 2021, 18:30 Uhr bis 19:30 Uhr Gärtnerplatztheater

Uns ist es wichtig auf dem IDAHOBIT präsent zu sein.

IDAHOBIT ist der internationaleTag der Homo- und Bisexuellen, Trans und Inter* zur Erinnerung an die Befreiung vom §175 und der internationalen Krankheits-Zuschreibung der WHO

Anstatt einer langen Rede wollen wir 3 kurze Statements beitragen, die unsere persönlichen Erfahrungen und Standpunkte widerspiegeln.
Fritz – Als Zeitzeuge, als der § 175 noch in Kraft war. Kriminalisierung von Homosexualität und die Auswirkungen davon auf schwule und bisexuelle Männer.
Susanne – Intersektionelle Diskriminierung bzw. Diskriminierungserfahrungen.
Andreas – Romantische Anziehung und sexuelle Orientierung als Spektrum. Die Erfahrung „nicht heterosexuell genug – Nicht schwul genug“.
Was hältst Du von den Ideen?
Nächste Schritte:
Wenn wir an diesem Konzept festhalten wollen, sollten wir uns bis zum nächsten Bi-Stammtisch weiter Gedanken dazu machen. Beim nächsten Online-Bi-Stammtisch können wir uns noch einmal dazu austauschen. Danach den Beitrag anmelden.
Jeden 3. Dienstag eines Monats ab ca 19.30 auf https://meet.ffmuc.net/ den Raum bimuc eingeben und deinen Vornamen, mit dem du angesprochen werden willst … https://bimuc.wordpress.de/?p=20265535
Auf twitter gibt es https://twitter.com/InfoBimuc
auf Facebook gibt es eine offene Gruppe und eine geschlossene Gruppe „Bisexuelle München“,
auf Insta treiben wir uns auch noch wenig rum …

Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie …

de.wikipedia.org › wiki › Internationaler_Tag_gegenDer Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie bzw. -​feindlichkeit (englisch International Day Against Homophobia, Biphobia, Interphobia and Transphobia, kurz IDAHOBIT) wird seit 2005 jährlich am 17. Mai gefeiert

S’AG Safety-Aktionsgruppe schreibt:

Der 17. Mai ist der „International Day against Homo-, Bi-, Inter-, and trans*phobia“. Die S’AG Safety-Aktionsgruppe (gemeinsame Präventionsgruppe von Sub e. V. und Münchner Aids-Hilfe) ruft alle Münchner*innen und insbesondre alle LGBTIQ* auf, auf den Tag aufmerksam zu machen!

Wir haben uns für dieses Jahr den Schwerpunkt der Lage von LGBTIQ*-Personen in osteuropäischen Ländern ausgesucht. Das gesellschaftliche Backsliding in Polen, Tschetschenien oder Ungarn, Berichte über Inhaftierungen von LGBTIQ*, Aushöhlung des Rechtsstaats, Illegalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen und hohe Suizidraten unter LGBTIQ*-Jugendlichen machen uns betroffen – und betreffen uns!

Als Communities aber auch als Europäer*innen wollen wir diese Entwicklung anprangern, fordern eine Intervention der Europäischen Union und den Schutz aller LGBTIQ* überall – aber gerade in osteuropäischen Ländern.

Wir laden euch ein, diese Forderungen mit uns gemeinsam zu pushen! Sei es online auf euren Plattformen oder an der Demo am 17. Mai!

Für die Demo gelten dieses Jahr besondere Regelungen. Vor allem wird die Zahl der Teilnehmenden begrenzt sein und die bestehenden Corona-Maßnahmen (Abstandsregelung, Maskenpflicht) müssen eingehalten werden.

Veranstaltungsinformation, Text und Bild von S’AG Safety-Aktionsgruppe, für Vollständigkeit und Richtigkeit keine Gewähr.

Mein Name ist Mensch: Die Nach-Wirkungen des §175

regenbogen-faust
Bei Queeruferlos im Gespräch:  auf www.lora924.de zu §175 und seinen Wirkungen: Gedanken in der Vorbereitung,  das Gespräch nachhören

Sie haben uns ein Gefühl geklaut …

Ein evangelisches Schuldbekenntnis, von dem die andern Konfessionen und Religionen lernen können:

Was Jesus, Karl Adolf Groß und Rio Reiser verbindet

„Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) erinnerte in einer Rede daran, dass die Homosexuellenverfolgung nach der Befreiung nahtlos weiterging: „Ich schäme mich, dass die Opfer des Nazi-Terrors […] so unerträglich lange um die Anerkennung des ihnen zugefügten Leid kämpfen mussten.“ Die Grünen-Politikerin und ehemalige Managerin der Band Ton Steine Scherben brachte ein Foto von Rio Reiser zum Gottesdienst mit.“
 
„Wenn niemand bei dir is‘ und du denkst, dass keiner dich sucht, und du hast die Reise ins Jenseits vielleicht schon gebucht, und all die Lügen geben dir den Rest: Halt dich an deiner Liebe fest.“ 
 
Unser Video des Tages ist eine rund achteinhalbminütige Zusammenfassung der über einstündigen Gedenkveranstaltung. Das komplette Video kann man sich hier anschauen. (cw)  auf www.queer.de
 
Angst und Ablehnung wirken weiter
 
Der 17. Mai war für viele Schwule ein schwieriges Datum:
„Haben Sie auch am 17. Mai Geburtstag?“
konnte man gefragt werden, und die ganze spießige Umschreibung der „Warmen Brüder“, die „vom anderen Ufer“ sind, später in Betrieben noch als „Bunter Vogel“: Abschätzig nachfragend, wie der sich wohl verhält …
Skandal 1995 in München Homo-Szene
 
Der Wandel der 1980er Jahre
kam erst mit der regelmässigen Erinnerung an die Aufstände gegen Polizei- Übergriffe in Stonewall New York mit einer Ausbreitung der Kultur der Beat-Generation mit Allen Ginsberg, in Artikeln und Filmen von Pier Paolo Pasolini, Büchern von Klaus Mann und Jean Genet,    
 
Über die Nachrichten zu Aids und unserem solidarischen Umgang
wurde es möglich, in den Medien Gehör zu verschaffen: Mehr als dumme Klischees, Morde und Witze …
Auch schwule Pfarrer starben, aber die Kirchen vertuschten alles, wie heute noch bei ihren vielen „unehelichen Kindern“ und Missbrauch.
 
IDAHOBIT* erinnert daran:
Am 17. Mai 1990 entfernte die Weltgesundheitsorganisation WHO die Homosexualität als Krankheitsbezeichnung aus dem IDC,
was in Deutschland so schleppend ab 1969 aus dem Strafgesetzbuch der Preußen, verschärft durch die Nazis und weitergeführt durch Adenauer und Co, zu entfernen war, und heute noch bringen dummen Politiker und reaktionäre „Kinderschützende“ die Pädophilie als Gleichsetzung ins Spiel und bezeichnen bis 18jährige als Kinder: Der politische Kampf für die Straffreiheit für einvernehmliche Beziehungen soll aufgegeben werden?
 
International ging es wie in Russland rückwärts
und auch Großbritannien hatte in den 1980ern unter Thatcher noch ein „Werbeverbot für Homosexualität“, den „Clause 28“
 
Die Diskriminierung wirkt weiter …
 

IDAHOBIT? München?

Buch "Es gibt noch viel zu tun" http://querverlag.de/books/Es_gibt_noch_viel_zu_tun.html

am 17.05. ist wieder IDAHOBIT in München!

Dieses Jahr jährt sich – wie ihr wisst – Stonewall zum 50. Mal!

Und in diesem Jubeljahr wollen wir natürlich eine eindrucksvolle Demo zum „International Day Against Homo-, Bi- Inter- and Transphobia“ auf die Beine stellen.

Folgende Dinge brauche ich von euch:

  1. Meldet euch bitte bei mir, ob ihr mit Logo auf dem Flyer vertreten sein wollt.
  2. Schickt mir das aktuelle Logo!
  3. Wollt ihr/willst du bei der Auftaktkundgebung sprechen? 4 Minuten maximal.

Die Redner*innen sollten – wenn möglich – die ganze Bandbreite der Community(s) abdecken.

Weitere Infos folgen bald.

Bei Fragen und Ideen könnt ihr euch gerne an mich wenden!

Liebe Grüße, Jan

Jan Geiger im Sub: + 49 (0) 89 856 34 64 -01 I Fax: + 49 (0) 89 856 34 64 -04

jan.geiger@subonline.org | www.subonline.org | www.sag-muenchen.de

Sub – Schwules Kommunikations- und Kulturzentrum München e.V. | Müllerstraße 14 | 80469 München


„Du bist auch am 17.Mai geboren?“

war einmal eine verklausulierte Frage beim Kennenlernen, ob du auch dem §175 unterliegen würdest, wenn du deine Sexualität ausleben würdest.

Bis 1969 galt das Verbot jeder „homosexuellen Betätigung“ auch für Erwachsene, dann wurde das „Schutzalter“ auf 18 Jahre festgesetzt … bis die fallende DDR eine gemeinsame Lösung finden musste …

Heute sind wir an den Weigerungen der Alten, Konservativen und Reaktionäre, die medizinischen Diversitäten und sexuellen Orientierungen zu akzeptieren, die vielfältigen Lebensformen anzunehmen und nicht abzuwerten: Patchwork- und Regenbogen-Familien, Kinderlosigkeit und Alleine-Leben, Wohngemeinschaften und alles, was es schon lange gibt …